Rückblick und Ausblick

Frankfurt, den 22.01.2017

Liebe Mitglieder der QLM e.V.,

seit dem 1.1. bin ich Vorsitzender Ihrer, nun wieder unserer Gesellschaft. Leider habe ich erst durch Anmahnung Ihre Adressen erhalten, daher schreibe ich Ihnen erst jetzt.

Die Gesellschaft ist gegründet worden in einer euphorischen Situation, als etliche Masterteilnehmer die vermittelten Erkenntnisse aus dem Master bewahrt wissen wollten. Es waren nicht wenige, die sich in dieser Gesellschaft versammelten. Fast alle kamen aus den 3 Masterjahrgängen 2001, 2003 und 2005. Die Master bekamen wesentlich die Entwicklung der „Logik der Ganzheit“ mit.

Nach „Spiegelungen zwischen Körper und Seele“ als der Erarbeitung weder primär psychischer noch primär körperlicher, sondern abstrakter Funktionen in physiologischen und pathologischen Prozessen seit 1988, war die Logik der nächste fundamentale Schritt mit dem Ziel einer sichereren Medizin.

Vor allem im Jahrgang 2005 wurde überdeutlich, wie durch diese Entwicklung eine Lücke sichtbar wurde zwischen der hoch entwickelten Logik und der demgegenüber noch nicht so entwickelten Medizin, vor allem den Arzneimittelbildern.

Die Entwicklung der Medizin gelang durch meine intensive Praxis, in der immer weiter ausgefeilt und dabei deutlicher wurde, mit welcher Technik man einen Fall quantenlogisch visuell, matrizenartig so darstellen kann, dass man sein Quant, seine quantenlogische Essenz kurz und prägnant und differentialdiagnostisch sauberer darstellen kann. 2013 standen die Grundlagen fest.

In jenem Jahr, auch beim 1. Kongress in Frankfurt, zeigte sich die Entwicklungsbruchlinie verschoben. Nun war auch die Technik sehr folgerichtig und der Logik durchaus adäquat, aber die Arzneimittelbilder wirkten demgegenüber wie aus einer anderen Welt, obwohl ihr Ansatz nicht grundlegend falsch war. Eine vollendete Medizin aber war das nicht.

Wie immer in solchen Situationen habe ich all mein Denken und Tun auf diese Bruchstelle konzentriert. Lange, bis vor 2 Jahren etwa, erschien es mir kaum möglich, die Arzneimittel an die Sicherheit der Logik heranzuführen.
Und doch – im steten Versuchen an verschiedensten Arzneien kam der Durchbruch ganz unverhofft, fast spielerisch! Zwei Arzneien waren plötzlich physikalisch klar zu verstehen.

So also musste diese Medizin aussehen, um wirklich sicher zu werden. Ich zog mich zurück und überarbeitete auf die neue Weise noch einmal konzentriert von der Stunde null an alle AMBs, tatsächlich eine enorme Arbeit. Aber ich sah und sehe keine Alternative. Und dann? Wieder zeigte eine Arznei noch klarere Strukturen, und zurück ging es auf null, alle Arzneien sollten so klar sein wie diese.

Als nächsten Schritt zeigte sich in meiner Arztpraxis wieder, was Carl Friedrich von Weizsäcker mir vor 21 Jahren gesagt hatte: Verstehen heißt zu wissen, was es bedeutet! Die Strukturen mancher Arzneien waren eingängig und klar, weil leicht einzusehen war, was die Struktur bedeutete – andere aber erschienen wie in einem Fachchinesisch an sich perfekt und dennoch nicht wirklich nachvollziehbar, nicht begreifbar. So aber wären sie nicht für jedermann anwendbar. Oft waren es dann nur einige Begriffe, marginal verändert oder umgestellt – und plötzlich ergab sich eine durch und durch klare Funktion. Dahinter stand aber nicht selten ein ganzer Tag des Abwägens einer Arznei.

Das wiederum beeinflusste die Sicht auf andere Arzneien, und so entwickelt sich die Materia medica als Ganzes, quantenlogisch eben. Deshalb war es nicht sinnvoll, einzelne Arzneien herauszubringen, und dazu im jeweiligen halbfertigen Status. Es hätte nur Verwirrung gebracht. Die Ihnen bekannten 15 Jahre alten Arzneien sind aus einem ganz anderen Ansatz heraus entstanden und nur bedingt kompatibel, weil die gesamte Herangehensweise differiert und man sich für die eine oder andere entscheiden muss, um tatsächlich vergleichen zu können.

Ebenfalls aus der Praxis kam der Impuls, dass auch manches sehr kleine Mittel ein sehr klares Quant offeriert und damit ein sonst fehlendes Teil in der Behandlung sein könnte. Also bezog ich viele kleine Arzneien mit ein. Das brauchte Monate, einen ganzen Sommer, was die Gesamtentwicklung unweigerlich verzögerte, aber auch erweiterte. Diese ganz neuen Arzneien einzuordnen war oft mental schwierig. Das erforderte wiederum eine grundlegend klarere Ordnung der Arzneien, was einen ganzen Monat verschlang.

Doch am meisten Zeit erforderte und erfordert das Lernen der Arzneien. Nur damit waren sie einzuordnen, aber auch erfolgreich anzuwenden. Erst als ich extrem lernte, war der Erfolg da – ja, dann war auch er extrem. Sehr zu meiner Überraschung.

Jetzt ließen sich aus erfolgreichen Fällen Patientenaussagen direkt einflechten. Und daraus die Arzneien noch besser verstehen.

Nun, im Januar 2017, sollte es bis Ende des Jahres soweit sein, dass ich die ganze Arzneimittellehre herausbringen kann. Bereits am 25.3. versuche ich, Ihnen einen Abriss von Arzneien zu bringen, die Ihnen bisher unbekannt sind und Ihnen vielleicht bei dem einen oder anderen Patienten eine Ergänzung bieten können.

Ich hoffe, dass die nun immer deutlichere Klarheit und Sachlichkeit, Abstraktion statt Interpretation bis zu den Arzneien hin auch auf diese Gesellschaft ausstrahlt. Dazu sollte sie offen für andere Interessenten sein. Ich werde dazu eine Satzungsänderung beantragen. Dazu geht ein gesondertes Schreiben heraus. Die QLM e.V. muss geistige Weite fördern, wenn sie eine Chance haben will.

Eigentlich wäre es logisch gewesen, wenn ich erst 2018 wieder dazugekommen wäre. Doch hat mich der Hinweis, wie desaströs der Zustand der Gesellschaft geworden ist, dazu bewegt, bereits jetzt für den Vorsitz zu kandidieren.

Ich hatte die Masterlehrgänge mit dem Satz begonnen, der Anfang sei der Wille zum klaren Licht. Das ist weiter mein Impuls, Klarheit durch Verstehen und Abstrahieren, und durch Absehen von der Person, wie Weizsäcker lehrte. Das sollte die QLM formen, aber mit dem persönlichen Einsatz aller. Es wird eine Menge Holz zu lernen geben, aber dafür im Gegenzug eine logische Sicherheit, wie man sie in der Homöopathie bisher nicht kennt.

Ist die Quantum Logic Medicine dann fertig? Die Differentialdiagnose wird bei dieser klaren Abstraktion unheimlich spannend und fruchtbar für die Praxis werden. Sie wird die AMBs immer deutlicher und in nicht zu weiter Ferne das Repertorisieren überflüssig machen. Und Daten zum Krebs fallen hier wie Späne ab, es gilt sie zu sammeln. Die Erfolge beim Krebs sind jetzt schon größer, aber da ist noch ein weites Feld zu beackern.

In diesen Tagen erinnere ich mich an die Inaugurationsrede eines anderen Präsidenten der USA als des heutigen, der aufrief zu neuen Grenzen bis hin zum Mond. Wir bleiben auf der Erde, aber auch wir brechen auf.

Sie sind herzlich eingeladen zu unserem ersten Seminar am 25.3.17, Näheres entnehmen Sie bitte meiner Page.

Gruß,
Walter Köster

Direktlinks:

Über den 1. Kongress für Quantenlogische Medizin 2013 informiert eine eigene Page >
2020 ist der nächste Kongress geplant.